Wie sich eine Reizblase beruhigen lässt

Reizblase
Reizblase

Schätzungsweise vier Millionen Deutsche leiden an einer Reizblase oder überaktiven Blase. Dies ist keineswegs eine Krankheit und geht auch nicht mit organischen Veränderungen einher. Beim Symptom der Reizblase wird der Blasenmuskulatur durch eine Fehlsteuerung im Gehirn schon bei geringster Füllung signalisiert, dass sie sich zusammenziehen muss, um entleert zu werden. Dies kann oft recht plötzlich auftreten und im schlimmsten Fall zu einer unkontrollierten Harnentleerung führen. Daher wird die Reizblase auch gerne in einen Topf mit Inkontinenz geworfen. Die unerwünschten Auswirkungen sind jedoch die gleichen.
Wodurch dieses Fehlsignal entsteht, ist weitgehend unbekannt und kann wahrscheinlich auch verschiedene Ursachen haben. Wenn Sie allerdings jedem Signal zur Blasenentleerung sofort nachkommen, besteht die Gefahr, dass Ihre Blase sozusagen „schrumpft“, d.h. das Aufnahmevolumen verringert sich langsam. Und genau dadurch verschlimmern sich die Symptome einer überaktiven Blase. Dabei muss man sich vorstellen, dass die Blase ein Hohlmuskel ist, der dadurch trainiert wird, dass er sich füllt (= dehnt) und dann wieder entleert wird (= sich zusammen zieht).

Welche Fehler Sie nicht begehen dürfen

  1. Sie trinken zu wenig: Viele von Reizblase betroffene Menschen neigen dazu, so wenig wie möglich zu trinken, um nicht in einem ungünstigen Moment von einer plötzlichen Drang-Attacke überrascht zu werden. Dadurch können Sie sich nämlich ein anderes Problem einhandeln, denn die Nieren müssen über eine geringere Flüssigkeitsmenge die Schadstoffe ausleiten. Dies kann zu Infektionen des Harntraktes führen, wodurch das Problem des Harndrangs noch verstärkt wird.
  2. Sie gehen schon beim leisesten Anzeichen zur Toilette: Wenn Sie immer schon beim ersten Signal der Blase zur Toilette eilen, wird die Aufnahmekapazität Ihrer Blase langsam aber stetig abnehmen und Ihr Problem verstärkt sich, da der Blasenmuskel nicht mehr ausreichend trainiert wird und somit erschlafft.

Was kann man gegen eine überaktive Blase tun?

  1. Führen Sie ein Miktions-Tagebuch: Machen Sie für einige Zeit genaue Aufzeichnungen über Trinkmenge und Toilettengänge, bei denen Sie wenn möglich auch die Menge des Harns messen. Dadurch gewinnen Sie höhere Sicherheit und können Ihrer Blase „mitteilen“, dass sie ja noch gar nicht voll sein kann und daher noch etwas warten soll 😉
  2. Toilettengang hinauszögern – Blasentraining: Zögern Sie jeden Toilettengang etwas hinaus. Beginnen Sie anfangs mit 5 Minuten und steigern Sie sich. Lenken Sie sich in der Zwischenzeit etwas ab, damit Sie sich nicht nur auf den Harndrang konzentrieren, das hilft ungemein.
  3. Viel trinken: Trinken Sie täglich mindestens 2 Liter Wasser (möglichst stilles) oder Tees, vermeiden Sie harntreibende Getränke (Alkohol, Kaffee, kohlensäurehaltige Getränke). Etwa zwei Stunden vor dem Schlafengehen trinken Sie nichts mehr, damit Ihre Nachtruhe nicht gestört ist.
  4. Beckenbodentraining: Unterstützendes Beckenbodentraining ist sehr hilfreich, da Sie dadurch wieder Kontrolle über Ihre Blase und Ihren Beckenboden erlangen.
  5. Homöopathie: Gerade um die Fehlsteuerung der Blase zu regulieren, eignet sich bestens eine homöopathische Behandlung als weitere Unterstützung. Hier ein Link zur Therapeutensuche: www.mickler.de/homoeopathen.htm

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Viel Spaß beim Beckenbodentraining zur Beruhigung Ihrer Reizblase.

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