Verdauung und Beckenboden

Hartleibigkeit belastet Beckenboden<br />© Suplex-Artworx - Fotolia.com
Hartleibigkeit belastet Beckenboden
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Wie wichtig eine gesunde und regelmäßige Verdauung für Gesundheit und Wohlbefinden sind, dürfte wohl allgemein bekannt sein. Dass sie auch positive Auswirkungen auf den Beckenboden hat, ist weniger geläufig. Doch: Wer beim Stuhlgang pressen muss, belastet seinen Beckenboden und fügt ihm Schaden zu. Darüber hinaus können harte Stühle zu schmerzhaften Hämorrhoiden oder auch Einrissen des Enddarms führen.

Inkontinenz durch schlechte Verdauung

So genannte Hartleibigkeit, d.h. dass Sie beim Stuhlgang pressen müssen, führt dazu, dass auf den Beckenbodenmuskel Druck ausgeübt wird, er dadurch belastet und traumatisiert wird und erschlafft. Dadurch sind die besten Voraussetzungen geschaffen, eine eventuell schon bestehende Inkontinenz zu verschlimmern.
Natürlich kann es hin und wieder vorkommen, dass der Stuhlgang hart und schmerzhaft ist. Wenn dies aber ein Dauerzustand über einige Zeit ist, sollte unbedingt der Arzt konsultiert werden, um krankhafte Ursachen auszuschließen. Meistens trägt jedoch ein träger Darm daran Schuld, der durch eine ungesunde und ballaststoffarme Ernährung seine Aufgabe nicht mehr richtig wahrnimmt.

Die häufigsten Fehler, die die Verdauung beeinträchtigen

Ballaststoffarme Ernährung: Ballaststoffe sind mit der Nahrung aufgenommene unverdauliche Fasern, die dazu dienen, die Abfallprodukte der Nahrung wieder aus dem Körper zu transportieren. Daher ist eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Vollkornprodukten, Gemüse, Salaten und Obst optimal, um eine regelmäßige Verdauung zu gewährleisten.

Zu wenig trinken: Mindestens 1,5 bis 2,0 Liter Flüssigkeit – möglichst ungesüßte Getränke – verdünnen den Verdauungsabfall derart, dass er leichter und müheloser ausgeschieden werden kann. Wenn zu wenig Flüssigkeit aufgenommen wird, verhärten sich die Stühle, was nicht nur eine schmerzhafte Stuhlentleerung hervorruft, sondern auch zur Hämorrhoiden-Bildung führen kann.

Zu wenig Bewegung: Eine sitzende und bewegungsarme Lebensweise wirkt sich ebenfalls negativ auf die Verdauung aus. Regelmäßige körperliche Aktivitäten bringen den Darm wieder in Schwung und lassen ihn seine Aufgabe der Entsorgung des Körpers von Abfallprodukten leichter wahrnehmen.

Abführmittel: Diese können helfen, eine kurzfristige Verstopfung – etwa bei einer Reise durch Ernährungsumstellung – zu beheben. Zum Dauergebrauch sind sie jedoch nicht zu empfehlen, da sich der Darm an diese „Krücke“ gewähnt und dann ohne sie nur mehr ungenügend funktioniert. Letztendlich verschlimmert der Dauergebrauch von Abführmitteln nur die Hartleibigkeit.

Wenn Sie diese vier Fehler vermeiden, haben Sie die besten Voraussetzungen, für eine gut funktionierende Verdauung und dass Ihr Beckenboden nicht unnötigen Belastungen ausgesetzt wird. Darüber hinaus sollten Sie Ihren Beckenboden regelmäßig trainieren, um allen durch einen schwachen Beckenbodenmuskel ausgelösten Problemen vorzubeugen.

Beckenbodentraining im Alltag

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Viel Spaß beim Beckenbodentraining zur Vorbeugung!

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