Was haben Softdrinks mit Prostatakrebs zu tun?

Softdrinks erhöhen Prostatakrebsrisiko
Softdrinks erhöhen Prostatakrebsrisiko – Foto: http://www.freedigitalphotos.net

Die Prostata ist in den letzten Wochen einige Male in den Medien präsent gewesen: von der „Movember“-Bewegung, die im Monat November auf das Thema Männergesundheit und Prostatakrebs aufmerksam machte, über das Outing eines mehr oder weniger bekannten Schauspielers, dass er seit Jahren an einem Prostatakrebs leide, bis zur Veröffentlichung einer Studie aus Schweden, die den häufigen Genuss von Softdrinks mit dem rapiden Ansteigen des Prostatakrebs-Risikos in Zusammenhang bringt. Diese Studie der Universität Lund, bei der die Trink- und Essgewohnheiten von 8.000 Männer im Alter von 45 bis 73 Jahren über einen Zeitraum von 15 Jahren untersucht wurden, scheint mir doch einer näheren Betrachtung wert zu sein (Quelle: Focus online).

Es handelt sich daher um eine wirklich repräsentative Studie, wenn man die Größe des Samples und die Dauer der Studie betrachtet: Bereits 330 Milliliter eines gängigen Softdrinks pro Tag reichen aus, um das Risiko um 40 Prozent (!) zu erhöhen, an einer aggressiven Form des Prostatakrebses zu erkranken. Auch so genannte „gesunde“ Lebensmittel schneiden dabei nicht gerade gut ab, denn bei den Konsumenten von zuckerhaltigen Frühstücksflocken steigt das Risiko um 38 Prozent, an einem weniger aggressiven Prostata-Krebs zu erkranken.

Gesunde Ernährung und Bewegung zur Vorsorge

Es steht zu hoffen, dass die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Studie der Universität Lund so bald wie möglich in den Ernährungsrichtlinien der WHO (Weltgesundheits-Organisation) ihren Niederschlag finden. Aber schon jetzt kann jeder Mann dafür Sorge tragen, sein Prostatakrebs-Risiko zu minimieren und darauf zu achten, dass er sich gesund ernährt, das heißt möglichst natürlich, ballaststoffreich und viel trinkt – aber jedenfalls möglichst keine Softdrinks, auch wenn sie als zuckerfrei deklariert sind. Denn diese enthalten wieder künstliche Süßstoffe, die auf andere Weise den Organismus belasten. Weiters trägt auch regelmäßige Bewegung dazu bei, das Prostatakrebs-Risiko zu senken. Dazu gehört auch Beckenbodentraining, das noch viele andere positive Einflüsse auf die Lebensqualität hat.

Wirksamste Vorsorge gegen Prostata-Erkrankungen </br>Foto: http://www.freedigitalphotos.net
Wirksamste Vorsorge gegen Prostata-Erkrankungen
Foto: http://www.freedigitalphotos.net

Die angenehmste Art der Vorsorge und zugleich die effektivste ist: Bleiben Sie sexuell aktiv! Bei jedem Samenerguss werden die in der Prostata angesammelten Schadstoffe ausgeschieden – um es vereinfacht auszudrücken. Würden sie dort verbleiben, könnten sie früher oder später ihr unheilvolles Werk beginnen und zu Entzündungen, gutartigen und bösartigen Tumoren führen.

Wie erkennt man(n), ob die Prostata gefährdet ist?

Ein in den USA entwickelter und von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) standardisierter Fragebogen, der so genannte Internationale Prostata-Symptom-Score (IPSS) gibt Aufschluss darüber, wie stark Ihre Prostata-Probleme sind und was Sie unternehmen müssen (Download IPSS-Fragebogen). In jedem Fall ist es angezeigt, bei den ersten Auffälligkeiten den Arzt aufzusuchen. Viele Prostata-Vergrößerungen sind gutartig und können auch mit natürlichen pflanzlichen Mitteln behandelt werden. Selbst Prostata-Karzinome müssen nicht unbedingt operiert werden – je früher der Krebs erkannt wird, umso eher kann eine medikamentöse Behandlung erfolgen, die das Krebswachstum zumindest stark verzögern kann.

Sie wollen doch nicht einer der 11.000 Männer sein, die jährlich in Deutschland an Prostata-Krebs sterben? Die Tastuntersuchung ist sicher nicht angenehm, aber absolut notwendig und dauert nur ein paar Augenblicke, wenn Sie sich nicht verkrampfen. Der PSA-Wert, der mittels einer Blutuntersuchung festgestellt wird, ist ein Indikator dafür, ob Krebszellen vorhanden sind. Zögern Sie nicht, beim ersten Auftreten von Problemen zum Arzt zu gehen.

Beckenbodentraining für Frau und Mann

Über die Vorteile des Beckenbodentraining zur Vorbeugung und Behandlung von Inkontinenz und auch Impotenz werde ich nicht müde, zu schreiben. Beckenbodentraining können Sie überall, jederzeit und an jedem Ort praktizieren, ohne dass es jemand bemerkt. Wie, das erfahren Sie in meinen beiden eBooks

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Vielleicht ist das Weihnachtsfest und mehr noch der Jahreswechsel Anlass, sich mehr Ihrem Beckenboden zu widmen und mit dem Training zu beginnen: zur Vorbeugung oder wenn Sie schon ein Problem haben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2013 – und viel Spaß beim Beckenbodentraining für mehr Lebensfreunde und Lebensqualität!

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