Sex beginnt im Kopf und endet oft – frühzeitig – beim Beckenboden

Wenn im Bett nichts mehr geht ...
Wenn im Bett nichts mehr geht …
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Ja, meine Herren, hier geht es ausschließlich um Sie, das starke Geschlecht. Bei dieser Gelegenheit fällt mir das „Stoßgebet“ eines lieben alten Freundes ein:

„Herr, wenn du mir schon das Können genommen hast, dann nimmt mir auch das Wollen!“

Da greifen die Herren der Schöpfung in einem schon etwas fortgeschrittenen Alter – und nicht nur die! – zur blauen Pille, weil ihre „Leistungen“ im Liebesleben nicht mehr ihren Vorstellungen entsprechen. Nebenbei bemerkt, handelt es sich beim Liebesspiel um keinen Wettbewerb, und wenn der kleine Mann einmal nicht so tut, wie es der große möchte, sollte das kein Problem sein, schließlich sind wir alle einmal nicht ganz auf der Höhe, haben Schwierigkeiten im Beruf und im Privatleben zu bewältigen. Das drückt auf die Stimmung, auch im Bett.

Wenn das Erektionsproblem aber öfter vorkommt, kann das unter Umständen auch ernsthafte Ursachen haben, z.B. könnte es Vorbote eines Herzinfarkt sein. Daher suchen Sie bitte zuerst einen Arzt auf, um vorab einmal abzuklären, dass keine ernsthafte Erkrankung vorliegt. Die Pharma-Industrie bedarf keiner zusätzlichen Unterstützung durch Sie. Noch dazu ist die Einnahme der bewussten Tablette ohnedies gesundheitlich bedenklich.

Ist da der Beckenboden schuld?

Die kurze Antwort lautet: Nicht nur, aber zu einem Großteil. Durch unseren westlichen Lebensstil mit Bewegungsarmut, Übergewicht, Stress, Suchtmittelkonsum und die im fortgeschrittenen Alter geringere Testosteron-Produktion erschlafft auch der männliche Beckenboden, der nicht nur zur Kontrolle der Ausscheidungen dient, sondern auch den Penis hält und an der Wurzel umschließt. Dies führt nicht gleich – wie bei Frauen – zu Inkontinenz, hat aber auf das männliche Selbstbewusstsein verheerende Auswirkungen: Die Erektion ist nicht stark genug, hält dann auch nur ganz kurz an oder es kommt zu vorzeitigem Samenerguss. So beginnt der Teufelskreis, man(n) fühlt sich nicht mehr als Mann, hat Angst, nicht zu „kommen“ usw. usf.

Beckenbodentraining kann helfen

Freilich, der Griff zur Pharma-Krücke ist einfach, kostet aber eine Menge Geld, ist gesundheitlich nicht unbedenklich und behebt das Problem nicht. Dem selbstbewussten Mann wird klar, dass er nur mehr mit einem Hilfsmittel, einer Krücke, Mann sein kann – kein sehr erhebender Gedanke!

Dabei gibt es eine Möglichkeit, das Problem der Impotenz selbst in den Griff zu bekommen, indem man den Beckenboden trainiert. Warum dies hilft, zeigt Ihnen anschaulich ein Video auf dieser Website.

Beckenbodentraining für Männer muss erst einmal erlernt werden, da gibt es viele Möglichkeiten, am Besten ist es, Sie lassen sich die Übungen anfangs von einem Therapeuten zeigen. Wenn Sie aber die Beckenbodenübungen einmal beherrschen, können Sie diese ohne Zeitaufwand, an jedem Ort und unbemerkt von der Umwelt durchführen. Der Effekt tritt nicht sofort ein, aber nach ein bis zwei Wochen konsequenten Übens werden Sie spüren, dass Ihre Männlichkeit wieder zunimmt. Und das ist für das Selbstbewusstsein eines Mannes nicht wenig.

Und damit wären wir wieder beim Anfang: Sex beginnt im Kopf – und endet beim Beckenboden, wann Sie es wollen und zu Ihrer und Ihrer Partnerin Zufriedenheit.

Also: Viel Spaß und Erfolg beim Beckenbodentraining für mehr Lebensqualität!

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