Schämen Sie sich, dass Sie inkontinent sind?

Schämen Sie sich, inkontinent zu sein?<br />© Birgit-Reitz-Hofmann-Fotolia.com
Schämen Sie sich, inkontinent zu sein?
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Inkontinenz ist auch in unserer so aufgeklärten Zeit, wo man sehr offen über alles Mögliche und Unmögliche spricht, leider noch immer ein großes Tabu-Thema, und das völlig zu Unrecht. Denn: 10 % (!!!) der Gesamtbevölkerung ist inkontinent. Sie befinden sich also in bester Gesellschaft und vor allem: Sie sind nicht alleine!

Erste Anzeichen von Inkontinenz

Die ersten Anzeichen von Inkontinenz sind, wenn man beim Husten und Niesen oder bei großer körperlicher Anstrengung, wie etwa Heben eines Gegenstandes, ein paar Tröpfchen Urin verliert. Wenn dies einmal passiert, ist das ja noch nicht schlimm, aber sollte dies öfter über einen längeren Zeitraum hindurch vorkommen, vertrauen Sie sich unbedingt einem Arzt an. Und vor allem: Schämen Sie sich nicht, darüber zu sprechen. Es ist zwar völlig verständlich, dass Sie sich genieren und unbehaglich fühlen, und es wäre falsch, sich darüber auszuschweigen. Sprechen Sie auch mit Freunden/innen offen darüber, möglicherweise haben diese das gleiche Problem.

Warum der Weg zum Arzt so wichtig ist

Da Inkontinenz Vorbote oder Symptom ernsthafter Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes sein kann, muss dies erst einmal abgeklärt und ausgeschlossen werden. Darum ist es wichtig, sich möglichst früh einem Arzt anzuvertrauen. Wenn Krankheiten als Ursache Ihrer Inkontinenz ausgeschlossen werden können, wird es Zeit, Maßnahmen zu ergreifen. Viele Betroffene begehen den Fehler, nicht über ihr Problem zu sprechen und sich aus dem sozialen Leben aus Scham vor peinlichen „Unfällen“ zurückzuziehen. Aber Inkontinenz ist kein unvermeidliches Schicksal, sondern vor allem im Frühstadium gut durch Beckenbodentraining behandelt werden.

Frauen sind öfter von Inkontinenz betroffen

Frauen haben aufgrund Ihres Körperbaus und wegen der höheren Risikofaktoren wie Schwangerschaften und Geburten eine weit größere „Bereitschaft“, inkontinent zu werden. Geburten belasten den Beckenbodenmuskel extrem und wenn nicht so bald wie möglich nach der Entbindung die so genannte Rückbildungsgymnastik begonnen wird, ist Inkontinenz quasi vorprogrammiert.

Maßnahmen gegen Inkontinenz

Vor allem bei leichter Inkontinenz ist Beckenbodentraining das Mittel erster Wahl und sollte, wenn man die Basisübung einmal gut beherrscht, regelmäßig praktiziert werden. Bei schwerer Inkontinenz empfiehlt es sich, eine Trainingshilfe zur Festigung des Beckenbodens in Anspruch zu nehmen. Bestens geeignet sind für Frauen Vaginalgewichte, die für einige Minuten während normaler Tätigkeiten in der Scheide gehalten werden sollen. In schwereren Fällen sind Biofeedback-Geräte für den Heimgebrauch angesagt, die auch eine objektive Kontrolle des Trainingsfortschritts gewährleisten, was zusätzlich motivierend wirkt. Solche Geräte gibt es auch für Männer.

Beckenbodentraining als Vorbeugung

Um es erst gar nicht zu Inkontinenz kommen zu lassen, kann schon frühzeitig mit Beckenbodentraining begonnen werden. Das Training ist einfach und kann ohne Zeitaufwand, überall und unbemerkt von Dritten praktiziert werden. Wie, erfahren Sie in meinen beiden eBooks

„Inkontinenz vorbeugen – besiegen. Das Praxisbuch für Frauen“ und
„Impotenz und Inkontinenz besiegen. Das Praxisbuch für Männer“

die Sie kostenpflichtig sofort downloaden können.

Viel Spaß beim Beckenbodentraining gegen Inkontinenz und Blasenschwäche!

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