Reisen mit Inkontinenz

Reisen mit Inkontinenz
Reisen mit Inkontinenz

Menschen mit Inkontinenz neigen dazu, sich aus dem öffentlichen Leben mehr und mehr zurückzuziehen. Sie nehmen Einschränkungen in ihrem Aktivitätsradius in Kauf und verzichten – zu Unrecht und aus falscher Scham – aufs Ausgehen, sich mit Freunden zu treffen, auf Sportausübung etc.
Eine Aktivität, die viele inkontinente Personen glauben, nicht mehr ausüben zu können, ist reisen. Gerade die ältere Generation beiderlei Geschlechts, die im Ruhestand ausreichend Geld und auch Zeit hätte, sich in der Welt umzusehen, interessante Städte und Kulturdenkmäler zu besuchen oder es sich auf einer Kreuzfahrt gut gehen zu lassen, ist oft von Blasenschwäche oder Inkontinenz betroffen. Und genau diese Menschen glauben dann, dass sie wegen ihres Leidens auf das Reisen verzichten müssten. Genau das müssen sie aber nicht, vorausgesetzt, sie treffen einige Vorkehrungen und bereiten die Reise genau vor.

Reisevorkehrungen bei Inkontinenz

  1. Informieren Sie sich schon vorab über die Toilettensituation an Ihrem Urlaubsort. Fragen Sie im Reisebüro oder bei der Tourismus-Information nach dem Standort der öffentlichen Toiletten. Für Deutschland gibt es einen Toilettenführer, den Sie über die Kontinenz-Gesellschaft abrufen können (wo Sie auch noch andere nützliche Hinweise finden), oder direkt über das Portal „Die nette Toilette„. Dort finden Sie Informationen über die öffentlichen Toilette-Anlagen in 130 Städten und Gemeinden Deutschlands.
  2. Wenn Sie mit dem Zug oder dem Flugzeug reisen, buchen Sie einen Platz in der Nähe der Toilette. So haben Sie nicht weit zu gehen und außerdem immer im Blick, ob diese gerade frei ist, wenn Sie es benötigen. Wenn Sie mit einem Bus verreisen, stellen Sie schon vorab sicher, ob es eine Bord-Toilette gibt oder ob genügend Pausen auf der Fahrt eingeplant sind.
  3. Trinken Sie auch während der Reise ausreichend. Dies ist nicht nur bei Langstreckenflügen notwendig, um Thrombosen zu vermeiden, sondern schützt Sie auch vor Harnwegs-Entzündungen und trainiert Ihre Blase. Auf einem Amerika-Flug habe ich es kürzlich als sehr angenehm empfunden, dass quasi stündlich ein kleines Getränk serviert wurde.
  4. Vermeiden Sie harntreibende Getränke: Kaffee, kohlensäurehaltige Getränke und Alkohol sollten Sie zumindest auf der Fahrt meiden, da dies Ihren Harndrang erhöht und Sie vielleicht unötig in Bedrängnis bringt.
  5. Sorgen Sie auf der Fahrt für saugfähigere Einlagen und haben Sie möglichst griffbereit im Gepäck einige Ersatz-Einlagen, damit Sie notfalls wechseln können.
  6. Betreiben Sie Beckenbodentraining schon einige Zeit vor der geplanten Reise. Dies kräftigt Ihren Schließmuskel und lässt Sie wieder mehr Kontrolle über Ihre Ausscheidungen erlangen. Beckenbodentraining eignet sich auch hervorragend, um Inkontinenz erst gar nicht entstehen zu lassen, also als Vorbeugung.

Beckenbodentraining als Reisevorbereitung

Wie Sie Beckenbodentraining im Allgemeinen als Vorbeugung und zur Reisevorbereitung im Besonderen in Ihren Alltag einbauen können erfahren Sie in meinen beiden eBooks

„Inkontinenz vorbeugen – besiegen. Das Praxisbuch für Frauen“ und
„Impotenz und Inkontinenz besiegen. Das Praxisbuch für Männer“

die Sie kostenpflichtig sofort downloaden können.

Viel Spaß beim Beckenbodentraining als Reisevorbereitung.

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