Nächtlicher Harndrang – schuld ist die Prostata

 Nächtlicher Harndrang<br />© Sonja Birkelbach - Fotolia.com
Nächtlicher Harndrang
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Man muss ja nicht gleich das Schlimmste befürchten, wenn man(n) nachts mehrmals zur Toilette muss – ein Umstand, der die Lebensqualität stark beeinträchtigen kann, wenn kein Durchschlafen mehr möglich ist. Gestörte Nachtruhe führt zu Müdigkeitszuständen während des Tages, Depressionen, Burnout, ja kann sich auch in der Ausprägung physischer Erkrankungen manifestieren.
Meistens sind Männer im etwas fortgeschrittenen Alter – etwa um die 50 und älter – davon betroffen, nachts mehrmals die Toilette aufsuchen zu müssen. Es erfolgt dann auch keine vollständige Entleerung der Blase, sondern nur ein mühsames, tröpfchenweises Urinieren. Sehr oft handelt es sich um eine gutartige Vergrößerung der Prostata, die Nächtens den Schlaf raubt. Faktoren wie Lebensstil, Bewegungsarmut, vor allem aber Testosteronmangel können eine gutartige Vergrößerung der Prostata begünstigen. Schätzungen zufolge sind etwa 50% der über 50-Jährigen davon betroffen!
Auf keinen Fall heißt es jedoch, den Kopf in den Sand zu stecken. Der Gang zum Urologen ist Pflicht und sollte etwa ab dem 45. Lebensjahr mindestens einmal jährlich eingeplant werden.

Ursache des nächtlichen Harndrangs

Die Prostata sitzt unmittelbar unter der Blase und umschließt den Harnleiter. Durch einen sinkenden Testosteron-Spiegel wird die Neubildung von Prostata-Gewebe begünstigt. Wenn sich die Prostata vergrößert, engt sie den Harnleiter ein, was die Entleerung der Blase zunehmend erschwert, ja manchmal sogar Schmerzen verursacht. Oft kann die Blase auch nicht vollständig entleert werden, Restharn bleibt zurück, der wieder entzündliche Prozesse auszulösen imstande ist. Und Blasenentzündungen begünstigen wieder Inkontinenz. Daher ist es wichtig, möglichst frühzeitig die Prostata unter Kontrolle zu halten.

Vorbeugen ist besser als Heilen

In Ihrer Ernährung können Sie schon viel für Ihre Prostata-Gesundheit tun, ohne gleich zu Medikamenten greifen zu müssen, einige Nahrungsergänzungsmittel helfen ebenfalls bei der Vorbeugung.

  • Kürbiskerne sind seit jeher dafür bekannt, die Prostata gesund zu erhalten. Sie beinhalten Stoffe, die den Hormonhaushalt stimulieren und die Blase kräftigen.
  • Omega-3-Fettsäuren sagt man nach, dass sie krebshemmend wirken und dass sie entzündliche Prozesse in der Prostata verhindern. Wenn Sie zwei bis drei Mal wöchentlich Fisch verzehren, tun Sie also Ihrer Prostata etwas Gutes.
  • Zink schützt die Prostata, indem es die Ausschüttung weiblicher Hormone reguliert (ja richtig, auch Männer produzieren weibliche Hormone!) und das Wachstum von überschüssigem Drüsengewebe eindämmt.
  • Roggenpollen wirken entzündungshemmend und dämmen ebenfalls das Wachstum von Prostatazellen ein, damit keine Wucherungen entstehen.
  • Beckenbodentraining kräftigt den Beckenboden, erhöht durch bessere Durchblutung der gesamten Körperregion die Elastizität von Blase und Schließmuskeln.

Beckenbodentraining im Alltag gegen Prostatavergrößerung

Beckenbodentraining ist auch eine Methode, um die Prostata gesund zu erhalten, außerdem hilft es, das Zusammenspiel von Blase und Schließmuskel besser zu koordiniert. Wie Sie das Beckenbodentraining ohne Zeitaufwand in Ihren Alltag einbauen können, erfahren Sie in meinem eBook

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Viel Erfolg beim Beckenbodentraining für einen ungestörten Schlaf!

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