Kennen Sie Ihren Inkontinenz-Quotienten?

Inkontinenz-Quotient
Der Inkontinenz-Quotient

Laut einer Definition des bayrischen Komiker-Duos Herbert & Schnipsi, das mit seinem Programm regelmäßig regelrechte Lachstürme hervorruft, ist es „die Anzahl der Unterhosen pro Waschmaschinenfüllung“. Auch wenn Betroffene sicher nicht darüber lachen können, kann es für die Akzeptanz des weit verbreiteten Leidens der Inkontinenz durchaus hilfreich sein, die Sache von der heiteren Seite zu betrachten. Damit wird Harninkontinenz oder Blasenschwäche enttabuisiert und möglicherweise der eine oder andere doch dazu bewogen, ohne Scham über sein Problem zu sprechen.

Inkontinenz zu Unrecht ein Tabu

Angesichts der weiten Verbreitung von Inkontinenz (etwa 10% der deutschen Bevölkerung leidet daran!) wäre es angezeigt, durchaus offen darüber zu sprechen. Leider tun dies die meisten Betroffenen nicht. Oft wird nicht einmal der Hausarzt ins Vertrauen gezogen, dabei ist gerade im Frühstadium die Inkontinenz ganz leicht zu behandeln – vorausgesetzt es liegen keine die Inkontinenz begünstigenden Erkrankungen wie z.B. Diabetes, Entzündungen usw. vor.
Viele Menschen empfinden ihre Inkontinenz noch immer als Makel und verschweigen schamhaft das Problem. Der Effekt ist, dass sie sich aus dem öffentlichen und sozialen Leben langsam völlig zurückziehen, es vermeiden, in die Öffentlichkeit zu gehen, um vor einem peinlichen Ereignis geschützt zu sein. Sie sagen Verabredungen unter einem Vorwand ab, weil sie Angst haben, Ihr „Problem“ könnte von Freunden und Bekannten entdeckt werden. Und vor allem schämen sich viele, überhaupt darüber zu sprechen. Doch gerade durch das Ansprechen der Inkontinenz oder Blasenschwäche könnten vielen Betroffenen die Augen geöffnet werden.

Was ist nun wirklich mein Inkontinenz-Quotient?

Mit dem standardisierten Fragenbogen ICIQ-SF (= International Consultation on Incontinence Questionnaire – short form) können Sie dies ganz für sich allein objektiv feststellen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Wenn Sie in den Bereich der „leichten Inkontinenz“ fallen, sollten Sie unbedingt vorbeugend und zur Verbesserung einfaches Beckenbodentraining beginnen. In den schwereren Fällen ist es sicher angezeigt, zu Beginn die Hilfe eines Physiotherapeuten in Anspruch zu nehmen oder Trainingshilfen heranzuziehen, die den Trainingserfolg beschleunigen können.

Fehlverhalten fördert Inkontinenz

Zwei Verhaltensweisen, die an inkontinenten Menschen häufig beobachtet werden, fördern das Leiden geradezu:

  1. Zu wenig trinken: Es scheint absurd, aber doch ist es so: Bei Inkontinenz soll man VIEL trinken. Wenn man nämlich zu wenig trinkt, können die Schadstoffe nur mit weniger Flüssigkeit aus dem Körper ausgeleitet werden, der Harn wird dunkler und intensiver. Dies kann sehr leicht zu einer Entzündung der Harnwege führen, was wiederum die schon bestehende Inkontinenz verschlechtert.
  2. Zu oft auf die Toilette gehen: Wenn die Blase immer schon auf Verdacht geleert wird, verliert sie ihr Fassungsvermögen und schrumpft mit der Zeit. Indem man nicht immer gleich beim ersten Anzeichen zur Toilette eilt, kann die Blase wieder darauf trainiert werden, mehr Flüssigkeit aufzunehmen.

Wenn man diese beiden Punkte beachtet, trägt man schon einen erheblichen Teil dazu bei, dass sich die Inkontinenz zumindestens nicht verschlechtert.

Maßnahmen zur Bekämpfung von Harninkontinenz

Gewichtsreduktion und Bewegung entlasten einen schwachen Beckenboden und sind ein guter Anfang, um Inkontinenz zu bekämpfen. In weiterer Folge empfiehlt sich natürlich Beckenbodentraining als nebenwirkungsfreie Maßnahme zur Verbesserung fast aller Arten von Inkontinenz.
Wie Sie Beckenbodentraining nahtlos und ohne Zeitaufwand in Ihren Alltag einbauen, erfahren Sie in meinen beiden eBooks

„Inkontinenz vorbeugen – besiegen. Das Praxisbuch für Frauen“ und
„Impotenz und Inkontinenz besiegen. Das Praxisbuch für Männer“

die Sie kostenpflichtig sofort downloaden können.

Viel Spaß beim Beckenbodentraining, um Ihren Inkontinenz-Quotienten zu reduzieren.

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