Was kann man beim Beckenbodentraining falsch machen?

Nicht den falschen Muskel trainieren
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Beim Beckenbodentraining gegen Inkontinenz oder Blasenschwäche gibt es drei gravierende Fehler, die es unbedingt gilt zu vermeiden, egal ob beim Mann oder bei der Frau. Wenn die Beckenbodenübungen zum Erfolg führen sollen, muss unbedingt Folgendes beachtet werden:

1. Nicht den falschen Muskel trainieren

Wenn man noch nie den Beckenboden trainiert hat, ist es oft nicht einfach, den richtigen Muskel zu finden bzw. zu spüren, da diese Muskelgruppe normalerweise nicht bewusst aktiviert wird. Bei der Frau aktiviert sich der Beckenbodenmuskel zum Beispiel automatisch während des Orgasmus und zieht sich rhythmisch zusammen und umschließt den Penis des Mannes, um ihn zu stimulieren. Dies ist auch der Grund, warum der Beckenbodenmuskel auch manchmal Liebesmuskel genannt wird. Das Trainieren des – richtigen – Muskels hat also nicht nur den Effekt, die Ausscheidungen des Körpers zu kontrollieren, sondern auch den angenehmen Nebeneffekt, die Orgasmusfähigkeit zu erhöhen.
Um den richtigen Muskel zu finden, der trainiert werden soll, kann man versuchen, den Harnstrahl zu unterbrechen. Dies darf aber keinesfalls Teil des Übungsprogramms sein, sondern dient nur zur Feststellung der korrekten Muskelgruppe.
Beim Mann ist dies aufgrund seines Körperbaus etwas komplizierter. Hier könnte der Versuch zum Erspüren des richtigen Muskels etwa lauten: Hoden einziehen, d.h. zu versuchen, die Hoden in den Bauchraum zu ziehen. Legt man dabei die Finger auf den Damm, das ist das Stück zwischen Hoden und Anus, sollte man dort eine kleine Bewegung spüren können. So kann man ein Gefühl dafür bekommen, bei den Beckenbodenübungen den richtigen Muskel anzuspannen und zu entspannen.
In Fällen, wo das nicht möglich ist, sollten die ersten Übungsversuche unter Anleitung eines Physiotherapeuten erfolgen. Auch kann eine Elektrostimulation zur Isolierung des richtigen Muskels nützlich sein, vor allem dann, wenn etwa durch eine vorangegangene Operation die Nerven geschädigt sind.

2. Nicht zu früh aufgeben

Der Erfolg beim Beckenbodentraining hängt in erster Linie davon ab, wie weit die Erkrankung vorangeschritten ist, welchen Zweck man dabei verfolgt (Vermeidung oder Bekämpfung von Blasenschwäche, Rückbildung nach einer Entbindung, Sexualtraining usw.), wie hoch der Muskeltonus im Allgemeinen ist und wie regelmäßig man trainiert. Denn wie bei jedem Training, das Erfolg haben soll, bedarf es einer gewissen Regelmäßigkeit, Ausdauer und Geduld. Niemand kann also im Voraus sagen, wann sich der erste Erfolg einstellt, ob schon nach zehn Tagen oder erst nach Monaten. Geduld und Ausdauer sind gefordert. Besonders Männer, die nach einer Postataentfernung inkontinent geworden sind, berichten oft erst nach zwei bis drei Monaten des regelmäßigen Trainings von einer spürbaren Verbesserung.
Nützliche Hilfe und Motivation bei der Feststellung des Trainingserfolgs kann auch ein Biofeedback-Gerät sein, wo man den Trainingsfortschritt jedes Mal eindeutig ablesen kann. Ein Trainingsgerät, das wegen seiner vier unterschiedlichen Sensorgrößen auch von Männern eingesetzt werden kann, ist der Pelvexiser, eine preisgünstige, einfache und universell einsetzbare Trainingshilfe, die auch aufgrund des anpassbaren Trainingswiderstandes zu einem wesentlich rascheren Muskelaufbau führt.

3. Gar nicht trainieren

Dies ist wohl der größte Fehler überhaupt. Auch wenn man zur Zeit noch nicht unter Inkontinenz leidet, empfiehlt es sich doch, zur Vorbeugung den Beckenbodenmuskel zu trainieren. Die erfreulichen Nebenwirkungen des Trainings sind nicht nur, dass man auch in Zukunft nicht an Inkontinenz leiden wird, sondern mehr Power aus der Körpermitte, allgemeines Wohlbefinden und Selbstsicherheit, aufrechtere Haltung, bessere Durchblutung des Genitalbereichs und last but not least mehr Spaß beim Sex.
Dabei ist Beckenbodentraining – wenn man es erst einmal gut beherrscht – einfach durchzuführen. Ein dreistufiges Trainingsprogramm sowie viele Tipps zum Training im Alltag ohne Zeitaufwand findet man im eBook „Beckenbodentraining – Inkontinenz vorbeugen – besiegenzum Preis von € 23 auf dieser Website.

Viel Erfolg und Spaß beim Beckenbodentraining gegen Inkontinenz!

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