Bärentraube hilft gegen Harnwegsinfektionen

Bärentraubentee
Bärentraubentee

Nur mal eben auf den kalten Stein gesetzt und schon ist sie da: die Blasenentzündung. Und im schlimmsten Fall kann sie sich auch noch auf die Nieren ausweiten. Um dem zu entgehen, sollte eine Blasenentzündung, oder allgemein jegliche Infektion der Harnwege, schnellstmöglich behandelt werden. Durch die antibakterielle Wirkung der Bärentraubenblätter ist eine sofortige, natürliche Behandlung der Infektionen möglich.

Was ist Bärentraube?

Die Bärentraube zählt zu den Heilpflanzen und ist somit ein Naturheilmittel. Erkennbar ist sie an den weißlich-rosafarbenen Blüten, den dunkelgrünen Blättern und als Früchte trägt sie rote Beeren, die leicht mehlig schmecken. In Deutschland wird die Heilpflanze leider immer seltener, weshalb sie besonders geschützt wird. Denn ihre hauptsächliche und wichtigste Form der Verwendung ist die Behandlung von Harnwegsinfektionen wie Blasen- oder Nierenbeckenentzündungen und Inkontinenz.

Die Wirkung der Heilpflanze

Den Blättern der Bärentraube wird eine harndesinfizierende Wirkung zugesprochen, die durch den Pflanzenstoff Arbutin entsteht. Dieser wird nämlich in der Leber in den antibakteriell wirkenden Stoff Hydrochinon umgewandelt, der für die Desinfektion von Harnleiter, Harnröhre oder Blase sorgt. Und zwar, indem er alle infektiösen Bakterien der Harnwege einsammelt und sie abtötet, während er durch die ableitenden Harnwege ausgeschieden wird. So wirkt er jeglichen Entzündungen entgegen.

Wie wird Bärentraube eingenommen?

Die herkömmlich Weise Bärentraube einzunehmen ist als Tee oder Dragee. Beim Tee ist es wichtig, dass die Blätter zunächst in kaltes Wasser gegeben werden und dann über einige Stunden ziehen müssen, bevor man das Wasser langsam erwärmen kann. So wird die Bildung von Gerbstoffen vermindert, die zu Magen- und Darmbeschwerden führen kann. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie Bärentraube einnehmen sollen, fragen Sie lieber nochmal bei Ihrem Arzt oder in der Apotheke nach.

Nebenwirkungen

Wie bei jedem Medikament, können auch bei der Einnahme von Bärentraube Nebenwirkungen auftreten. Dies ist aber eher selten der Fall. So kann es bei Menschen mit einem empfindlichen Magen eventuell zu Übelkeit oder Erbrechen kommen; in ganz seltenen Fällen treten Juckreiz und Hautrötungen auf. Wie bei allem andern auch, ist das aber typabhängig. Eine anfangs etwas irritierende Nebenwirkung ist die Verfärbung des Urins ins Grünlich-Bläuliche. Hier brauchen Sie sich aber keine Sorgen zu machen, denn das ist völlig normal und komplett unbedenklich.

Das gilt es zu beachten!

Es gibt einige Punkte, die bei der Verwendung von Bärentraubenblättern zu beachten sind, damit keine gesundheitlichen Schäden entstehen:
1. Nehmen Sie die Heilpflanze nicht länger als eine Woche ein und nicht öfter als fünfmal pro Jahr. Bei abweichenden Verwendungszeiträumen ziehen Sie Ihren Arzt zu Rate.
2. Bärentraube sollte nicht verwendet werden: bei einer bestehenden Schwangerschaft, in der Stillzeit oder wenn das zwölfte Lebensjahr noch nicht erreicht ist.

Haben Sie jedoch sehr starke Unterleibschmerzen, Rückenschmerzen oder Blut im Urin, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und von einer Selbstbehandlung absehen.

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