Badesaison – Gefahr für die Blase

Nasse Badekleidung geführdet die Blase
Nasse Badekleidung gefährdet die Blase

Endlich ist sie da, die Badesaison und viele werden den lang ersehnten Urlaub an einem See oder am Meer verbringen und die Sonne genießen. Doch auch wenn die Außentemperaturen tropisch sind, laufen Sie dennoch Gefahr, sich eine Blasenentzündung, einen Harnwegsinfekt oder Schlimmeres zuzuziehen.

Regel Nr. 1 für den Badeurlaub: Nasse Badekleidung wechseln

Sicher ist Ihnen schon aufgefallen, dass Sie auch bei hohen Temperaturen frösteln, wenn Sie aus dem Wasser steigen. Es entsteht die so genannte „Verdunstungskälte“: Sehr vereinfacht erklärt muss der Körper seine Temperatur erhöhen, um das Wasser, das auf dem Körper und in der Badekleidung zurückgeblieben ist, zu verdampfen. Dies gelingt natürlich auf der nackten Haut wesentlich rascher als auf den mit der Badekleidung bedeckten Körperteilen. Bleiben diese längere Zeit unterkühlt, führt dies – vor allem bei schon vorbelasteten Personen, egal ob Mann oder Frau – oft zu Blasenentzündungen und Ärgerem. Unterkühlung begünstigt nämlich das Aufsteigen von Bakterien in den Harntrakt, was sich besonders bei bereits inkontinenten Personen sehr unangenehm auswirkt, da eine Blasenentzündung die Inkontinenz verstärkt.
Darum achten Sie unbedingt darauf, dass Sie nasse Badeanzüge und Badehosen immer sofort nach dem Baden mit trockener Badekleidung wechseln. Sorgen Sie daher immer dafür, dass Sie ausreichend mit trockenen Badekleidungsstücken ausgerüstet sind.

Regel Nr. 2 für den Sommer: Ausreichend trinken

Es kann nicht oft genug gesagt werden: Inkontinente Menschen neigen dazu, zu wenig zu trinken und verschlimmern dadurch nur noch ihr Leiden. Gerade im Sommer, wo der Körper durch starkes Schwitzen zusätzliche Flüssigkeit verliert, muss besonders darauf geachtet werden, ausreichend Flüssigkeit – möglichst alkohol- und kohlensäurefrei – zu sich zu nehmen. Zu geringe Trinkmengen führen dazu, dass der Harn „schärfer“, d.h. intensiver ist. Dies irritiert den gesamten Harntrakt und kann ebenfalls zu Blasenentzündungen und Harnwegsinfekten führen.
Blasen- und Harnwegsentzündungen dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden, sondern gehören unbedingt behandelt. In der akuten Phase wird dann oft die Gabe von Antibiotika notwendig sein. Um dies zu vermeiden, beachten Sie neben den beiden ersten Regeln Folgendes:

Regel Nr. 3: Vorbeugen

Die Preiselbeere oder auch die verwandte amerikanische Cranberry sind natürliche Entzündungshemmer und stärken vor allem den Harntrakt. Wenn man keine Möglichkeit hat, die frischen Beeren regelmäßig zu essen (man kann sie auch einfrieren und dann das ganze Jahr über verzehren!), ist es auch möglich, sie als Nahrungsergänzungsmittel zu beziehen, sei es getrocknet oder als Saft oder in Form von Kapseln. Eine gute Quelle für diese Produkte ist das Kräuterhaus Sankt Bernhard. Geben Sie dort als Suchbegriff Cranberry ein.
Eine weiteres natürliches Antibiotikum bei Harnwegsinfekten ist die Bärentraube, die ich in einem früheren Artikel beschrieben habe: hier klicken.

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