Adipöse Frauen riskieren Inkontinenz

Übergewicht begünstigt Inkontinenz
Übergewicht begünstigt Inkontinenz

Beim 79. Seminar des Arbeitskreises Urologische Funktionsdiagnostik in Frankfurt vom 14./15. November 2014 wurde auf mehrere Studien hingewiesen, die belegen, dass das Risiko für Inkontinenz bei adipösen Frauen rund doppelt so hoch ist wie bei normalgewichtigen. Harninkontinenz ist also eine Folgeerkrankung des Übergewichts. Darüber berichtete kürzlich www.aerztezeitung.de.

An einer dieser Studien beteiligten sich 338 Frauen mit Inkontinenz, die entweder ein sechsmonatiges Programm absolvierten, das eine Änderung des Lebensstils mit Ernährungsumstellung/Diät, körperlichen Übungen und Verhaltensänderungen beinhaltete oder sie nahmen ein strukturiertes Beratungsangebot wahr. Deutlich war das Ergebnis: Die Frauen der ersten Gruppe nahmen signifikant mehr ab als die Kontrollgruppe. Für uns besonders interessant war jedoch, dass auch die Inkontinenzepisoden deutlich zurückgingen: 47 Prozent bei der Verhaltensänderungs-Gruppe, nur 28 Prozent bei der Kontrollgruppe.

Abspecken verbessert gleichzeitig Inkontinenz

Die gute Nachricht ist daher, wenn Sie zur Gruppe der übergewichtigen Frauen gehören, die bereits an Inkontinenz bzw. Blasenschwäche leiden: Eine Gewichtsreduktion verbessert auch Ihren Inkontinenz-Zustand – neben Beckenbodentraining, das Sie ebenfalls nicht vernachlässigen sollten. Bewegungsarmut und sitzende Tätigkeiten lassen Ihren Beckenboden erschlaffen, das Übergewicht tut noch ein Übriges. In anderen Kulturen, so etwa bei den Indios in Südamerika oder in Südostasien, wo die Frauen sehr viele Tätigkeiten im Hocken durchführen oder wo auch etwa auf den Märkten die Waren in hockender Stellung angeboten werden, ist Beckenbodenschwäche und Inkontinenz völlig unbekannt.

Ein weiterer Tipp ist, bei Inkontinenz – im speziellen Fall bei Belastungs- oder Stress-Inkontinenz, der häufigsten bei Frauen auftretenden Inkontinenz-Form – für geregelte Verdauung zu sorgen, da ein voller Darm ebenfalls den Beckenboden belastet. Das bewerkstelligen Sie am Besten, indem Sie sich gesund und ballaststoffreich ernähren und viel trinken.

Noch ein Tipp von mir: Wenn es irgend möglich ist, pressen Sie beim Stuhlgang nicht, und auch nicht beim Urinieren. Warten Sie lieber ein paar Augenblicke länger, bis die Blase ganz entleert ist. Durch das Pressen üben Sie unnötigen Druck auf den Beckenboden aus und Sie verschlimmern nur Ihren Zustand.

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Viel Spaß und Erfolg beim Beckenbodentraining gegen Inkontinenz und für mehr Lebensqualität!

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