Ganzheitliche Beckenbodentherapie mit IMpuls®-Körper-Gestalt-Coaching

IMpuls®-Körper-Gestalt-Coaching
IMpuls®-Körper-Gestalt-Coaching

Gastartikel von Anna F. Rohrbeck

Bei der ganzheitlichen Betrachtung des Beckenbodens geht es nicht um die Behandlung eines einzelnen Symptoms wie Schmerzen oder Inkontinenz, sondern um die Behandlung des ganzen Menschen. Wird dabei die emotionale Geschichte des Patienten in die jeweilige Behandlung integriert, macht dies einen großen Teil des Erfolges bei der individuellen Heilung aus. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie IMpuls®-Körper-Gestalt-Coaching klassische Körpertherapie und ganzheitliche Gestalttherapie verbindet.

Die eigene persönliche Geschichte ist prägend für jeden Menschen, und so hat auch meine Geschichte mein Leben und meine Arbeit geprägt und gestaltet. Selbst durch einige Krisen gegangen, habe ich hautnah erfahren, wie eng Körper, Psyche und Geist zusammen gehören. Weiter durfte ich erleben, wie wohltuend es war, als ganzer Mensch behandelt worden zu sein. Auf diesem Wege bin ich zu dem heutigen Schwerpunkt meiner Arbeit gekommen: dem IMpuls®-Körper-Gestalt-Coaching mit einem ganzheitlichen Ansatz.

Den Körper lesen und verstehen

In der körperorientierten Psychotherapie werden spezifische Themen bestimmten Organen zugeordnet. Ein geschulter Therapeut ist fähig, Ihre Symptome zu „lesen“, und kann sich anhand der Symptomgeschichte bereits ein Bild zum Ursprung des körperlichen Problems machen. Im Becken und den Beckenorganen werden in der Körper- und Organsprache die Instinkte angesiedelt. Sie dienen dem individuellen und kollektiven Überleben. Unser Becken mit seinen Beckenorganen ist somit der Ort unserer Instinktsicherheit.

Die Blase ist mit dem Thema Urvertrauen assoziiert, und der Urin kann als „flüssiggewordene Angst“ betrachtet werden. Im gesunden Zustand ermöglicht uns die Harnblase, den Urin willentlich und von Zeit zu Zeit abzugeben, obwohl unsere Nieren dauerhaft Harn produzieren. Die Blase als Symbol für Urvertrauen ist also dafür da, unsere „flüssig gewordenen Ängste“ in Form von Urin kontrolliert abzugeben. Doch wieviel Urvertrauen haben wir in frühester Kindheit mitbekommen? Wie groß ist unser Vertrauen in unsere Instinkte? Kurz: Wieviel Vertrauen haben wir entwickelt, dass unsere Ängste uns nicht umbringen?

Was der Beckenboden über unser Urvertrauen verrät

Je nach Ausprägung des Urvertrauens reagiert jeder Einzelne körperlich unterschiedlich. Bei Menschen, die mit einem gesunden (Ur-)Vertrauen im Leben stehen, ist der Beckenboden in einem normalen, gesunden Spannungszustand. Bei einigen Menschen erschlafft der Beckenboden als Ausdruck des fehlenden Urvertrauens. Bei anderen wird fehlendes Urvertrauen durch Leistung kompensiert, die sich dann als erhöhte Spannung im Beckenboden zeigt: „Wenn ich nichts leiste, bin ich nicht da, Entspannung bedeutet Tod.“

Eine zu hohe oder zu niedrige Spannung des Beckenbodens deutet also daraufhin, dass das Vertrauen in die Instinkte nicht vollständig entwickelt werden konnte. In der Folge können verschiedene Formen der Inkontinenz auftreten. Weitere mögliche körperliche Symptome umfassen tiefen Rückenschmerz, Probleme im Uro-Genital-Bereich, Absenkung der Beckenorgane, bis hin zum Bandscheiben-Vorfall.

Vom Verstehen zur Behandlung

In meiner Arbeit als Therapeutin für IMpuls®-Körper-Gestalt-Coaching integriere ich dieses Wissen. Spannungen werden im Körper über osteopathische Techniken behandelt. Die individuellen Themen, die zum Symptom geführt haben, werden mithilfe von Gestalttherapie, kreativen Experimenten, Bildererleben, Traumreisen und auch Meditationen behandelt. Dabei steht das subjektive Erleben der Klienten immer im Zentrum meiner Arbeit.

Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang von einer Patientin berichten:
Zu mir kam eine 67jährige Frau, Mutter von 3 Erwachsenen Kindern, sie selbst hatte in ihrem Leben immer viel gearbeitet. Familie und Beruf hat sie immer gut gemeistert. Nun ist sie seit einigen Jahren Rentnerin. Seit geraumer Zeit litt sie erst an Rückenschmerzen und hinzu kam dann eine verstärkte Inkontinenz. Die Patientin hatte bereits viele therapeutische Methoden ausprobiert. Jedoch hatten ihr das klassische manualtherapeutische Vorgehen und Beckenbodenübungen keine wirkliche Lösung ihrer Beschwerden und Symptome gebracht.

Ängste erkennen und loslassen

Also haben wir zusätzlich zur Behandlung des Körpers auch Psyche und Geist einbezogen. Bei genauerer Betrachtung ihrer Symptome zeigten diese sich als Ausdruck einer intensiven Auseinandersetzung mit Sterben und dem Tod: Die Patientin hatte das Thema somatisiert. Ein in frühester Kindheit nicht angelegtes Urvertrauen war Grund dafür, dass sich bei ihr in fortgeschrittenem Lebensalter – die Patientin befindet sich im letzten Lebensdrittel – die Frage nach dem „Sein oder Nicht-Sein“ erneut stellte.

Sobald diese Themen in ihr Bewusstsein traten, konnten diese mit Hilfe von kreativen Experimenten, Bildern und Meditationen integriert werden. Ihre Symptome lösten sich auf. Die Erkenntnis, mehr zu sein als nur „die Summe ihrer Teile“, gaben der Patientin das Vertrauen, das sie brauchte, um die körperliche Entspannung zuzulassen. Ihr Beckenboden entspannte zunehmend und agiert wieder im normalen Bereich. Inzwischen genießt sie ihr Rentnerleben, ist selbstbestimmt, authentisch und frei. Sie erfüllt sich heute Wünsche, die sie früher nicht einmal wahrgenommen hätte.

Dies ist nur eines von vielen Beispielen für das Wechselspiel Körper-Psyche-Geist. Ich freue mich täglich darüber, diese Art der Arbeit leben zu dürfen. Es füllt mich mit Freude, Menschen, die zu mir kommen, ganzheitlich begleiten zu dürfen. Haben Sie vielen Dank für Ihr Interesse!

Anna F. Rohrbeck
Anna F. Rohrbeck

Zur Autorin

Anna F. Rohrbeck arbeitet in Berlin als Therapeutin, Trainerin und Coach. In ihrer Schöneberger Praxis bietet die ausgebildete Physiotherapeutin und Heilpraktikerin neben IMpuls®-Körper-Gestalt-Coaching außerdem Osteopathie, Craniosacrale Therapie und Pilates nach APPI an.

www.annarobic.de
Kontakt: info(at)annarobic(dot)de

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